Das Ende einer Ära: Der Rückbau der Deutschen Welle in Köln

Der Rückbau des alten Deutsche Welle Hochhauses am Raderberggürtel in Köln ist fast abgeschlossen – das ist auch dem erfolgreichen Projektmanagement des Kölner BMP-Teams zu verdanken.

Nachdem über zwei Jahre lang eine sehr umfangreiche Schadstoffsanierung im Innenraum stattfand, wurde seit 2019 das einst 138 Meter hohe Funkhaus mit 32 Etagen, Stockwerk um Stockwerk abgetragen. Eine Sprengung wäre aufgrund der Nähe zu den benachbarten Gebäuden nicht möglich gewesen. Mit zwei Raupenkränen wurden täglich bis zu 15 Decken- und Wandelemente abgetragen, zerkleinert und abtransportiert. Bis zu 70 Arbeiter waren zeitgleich auf der Baustelle beschäftigt. 

1980 war das Gebäude in Stahlskelett-Bauweise erbaut worden – zur Zeit des Kalten Krieges. Wäre es nötig gewesen, hätte die Deutsche Welle sechs Monate senden können, ohne an die Stromversorgung angeschlossen zu sein, dafür sorgten zwei riesige Generatoranlagen im Keller. Doch Zeiten ändern sich und aufgrund der hohen Schadstoffbelastung war der Sender bereits 2003 nach Bonn gezogen. Ein Abbruch der Superlative, den unsere Kollegin Vera von Arnim und unser Kollege Ricardo Furia aus Köln über zwei Jahre begleitet haben.

Auf dem 55.000 Quadratmeter großen Gelände, sollen nun 700 Wohneinheiten entstehen. Baubeginn ist März 2021.