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  September 2001

Berlin-Prenzlauer Berg
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Gefährliche Kreuzungen
Prenzlauer Berg ist, was Verkehrsunfälle betrifft, ein ausgesprochen brisanter Standort. Laut Polizeistatistik zählten im vergangenen Jahr allein aus diesem Stadtteil vier Kreuzungen zu den »Top Ten« der Unfallschwerpunkte in Berlin. Genannt wurden die Kreuzung Prenzlauer Allee/Grell- bzw. Wichertstraße mit 187 Unfällen (Rang 3 in Berlin), gefolgt von der Ecke Schönhauser Allee/Bornholmer bzw. Wisbyer Straße mit 155 gemeldeten Crashs (Rang 4), der Kreuzung Prenzlauer Allee/Ostseestraße/Prenzlauer Promenade/Wisbyer Straße mit 142 Unfällen (Rang 5) und der Ecke Greifswalder Straße/Danziger Straße mit 138 gemeldeten Unfällen (Rang 8).

Neuer Schulname
Die 5. Grundschule in der Christburger Straße 7 heißt jetzt »Grundschule an der Marie«. Auf Vorschlag der Schule beschloss das Bezirksamt den neuen Namen auf seiner Sitzung am 26. Juni. »Marie« ist ein beliebter Spiel- und Stadtplatz in der Marienburger Straße, dessen Fläche unmittelbar an das Schulareal grenzt und bei den Schülern sehr beliebt ist. Viele von ihnen waren bereits bei der Gestaltung des Platzes aktiv.

Umwelt preis
Das Bezirksamt hat auch in diesem Jahr für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum vollendeten 26. Lebensjahr einen Umweltpreis unter dem Motto »Ideen für eine gesunde Umwelt, leben im Einklang mit der Natur« ausgeschrieben. Es locken ein Preisgeld von 4.000 DM sowie Sachpreise im Wert von 2.000 DM. Dem Gewinner wird außerdem der Wanderpreis, die Bronzekröte, verliehen.

Zu den Beteiligungsmöglichkeiten gehören Projekte zum Thema Umwelt in Form von Texten, Fotos, Modellen, aber auch kulturelle Beiträge mit Umweltbezug wie Märchen, Theaterstücke oder Puppenspiele. Die Wettbewerbsunterlagen sind im Umweltbüro des Bezirksamts in der Woelckpromenade 1 (Eingang Pistoriusstraße 17, ) 96 79 30 71) sowie den Schulen und KiTas des Bezirks erhältlich. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2001.

Skater treff
Der ehemalige Parkplatz an der Straße Prenzlauer Berg im Sanierungsgebiet Winsstraße ist zu einem beliebten Treffpunkt für Rollerkids geworden. Die im Rahmen des Förderprogramms »Stadtweite Maßnahmen, Qualifizierung und Beschäftigung« von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Bundesanstalt für Arbeit finanzierte Skater-Anlage wurde am 8. September in Anwesenheit von Stadtentwicklungssenator Peter Strie-der, Bezirkspolitikern und Vertretern am Projekt beteiligter Institutionen und Firmen der Öffentlichkeit übergeben. Dabei demonstrierten Jugendliche aus dem Kiez, die sich am Bau des Spielplatzes beteiligt und ihn bereits Wochen vor der offiziellen Einweihung »in Besitz genommen« hatten, ihre Skaterkünste. Die Anlage ist eines von insgesamt 11 Projekten, die im Programmjahr 2000 in den fünf Sanierungsgebieten von Prenzlauer Berg mit Gesamtkosten in Höhe von 3,9 Millionen DM realisiert worden sind.

Besonderer Preis
Die 1996 eröffnete Max-Schmeling-Halle am Falkplatz in Prenzlauer Berg wurde in diesem Jahr mit dem gemeinsamen Architekturpreis des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Internationalen Vereinigung Sport und Freizeiteinrichtungen (IAKS) in Gold ausgezeichnet. Für die Preisvergabe, um die sich insgesamt 70 Objekte weltweit beworben haben, wurden funktionale und gestalterische Qualitäten sowie die Alltagstauglichkeit bewertet. Gebaut wurde die 210 Millionen DM teure Mehrzweckhalle der Architekten Anett Maud Joppien, Jörg Joppien und Albert Dietz aus Frankfurt/Main im Rahmen der Bewerbung Berlins um die Olympischen Spiele 2000.

Den ersten Platz bei diesem renommierten internationalen Architekturpreis teilt sich die Schmelinghalle mit dem Prefectural Tajima Dome in Japan und dem Atlantico Pavillon in Portugal.

Pferdebahn- Jubiläum
Am 1. Januar 2002 jährt sich zum 125. Mal der Tag, an dem die erste Pferdebahn zwischen dem Alexanderplatz und dem ehemaligen Schloss Weißensee (am Südwestufer des Sees) entlang der Greifswalder Straße und der Berliner Allee verkehrte, zuerst normal auf der Straße, dann bald schon auf Schienen und schließlich ab 1927 als elektrische Straßenbahn.

Der Weißenseer Heimatfreunde e.V. in der Parkstraße 9 möchte aus diesem Anlass eine Ausstellung organisieren und bittet Zeitzeugen, das Vorhaben mit Bildern, Fotos, alten Fahrplänen oder Fahrscheinen, technischen Ausstattungsgegenständen oder auch ganz persönlichen Erinnerungen zu unterstützen.

Kontakt:
Frau Weise TEL.: 92 57 77 1 oder HerrBennewitz TEL.: 98 16 45 2