Ideenklau in New York Neues Jugendcafé in der Gleimstraße 13 Von Hartmut Seefeld
Als erstes durch den Quartiersfonds gefördertes Projekt hat am 31. August in der Gleimstraße 13 ein selbstverwaltetes Jugendcafé eröffnet. Die Anregung haben sich die Jugendlichen, die überwiegend auch aus den Kiezen am Falkplatz und am Arnimplatz stammen, bei einer Reise nach New York geholt. Zur Erinnerung prangt nun die gesprühte Skyline der Stadt an der Wand ihres neuen Treffpunkts.
Der eigens gegründete Verein »Prenz´l Peers« will neben einem öffentlichen Cafébetrieb vor allem Workshopangebote leisten, Gitarren-, Kosmetik- und Airbrushkurse ermöglichen und einen Kiez- und Veranstaltungsflyer für Kinder und Jugendliche herausgeben.
Erste Formen nahm das Vorhaben Ende vergangenen Jahres an, als das Quartiersmanagement am Falkplatz einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben hatte und eine von »Outreach – mobile Jugendarbeit in Berlin« betreute Gruppe ein entsprechendes Konzept einreichte. Das Jugendcafè, auch gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), kam auf die Liste und fand entsprechende Anerkennung bei den Kiezbewohnern. Bis Ende 2002 wird nun aus dem mit insgesamt einer Million DM ausgestatteten und von einer Anwohnerjury verwalteten Quartiersfonds die Miete für die Räumlichkeiten bezahlt, insgesamt rund 30.000 DM. »In dieser Zeit muss das Cafè so viele Eigenmittel erwirtschaftet haben, dass sich das Projekt mit seinen Angeboten selbst tragen kann«, sagt Gabriele Mersch, Mitarbeiterin der mit dem Quartiersmanagement am Falkplatz beauftragten S.T.E.R.N.-GmbH.
Weitere 10.000 DM werden aus dem Fonds für einen Computer und eine für die jugendliche Klientel kostenfreie Rechtsberatung zur Verfügung gestellt.