L e s e r b r i e f
Unzulässige Einschränkung Zu "Herr des Klinkers", VOR ORT 5/2001
Mit Interesse lese ich VOR ORT, unter anderem die Beiträge zur Heimatgeschichte. Auch der Beitrag "Herr des Klinkers" mit Fakten aus der Biografie Hermann Blankensteins enthält viel Wissenswertes. Allerdings halte ich die Aussage, dass die ehemalige Schule in der Prenzlauer Allee 227 der heutige Standort des Prenzlauer Berg Museums ist, für unzulässig einschränkend. Immerhin befinden sich an diesem Standort neben dem Museum so wichtige Einrichtungen wie eine Erwachsenen- und Kinderbibliothek des Bezirks und die Regionallehrstätte Prenzlauer Berg der Groß-Volkshochschule Pankow. Hier ist neben der Verwaltung der VHS auch ein Teil der dieser Einrichtung zur Verfügung gestellten Unterrichtsräume zu finden, in denen während des Semesters täglich mindestens 24 verschiedene Kurse durchgeführt werden. Also, wenn schon die momentane Nutzung des Standorts benannt wird, dann ist doch wohl eine gewisse Vollständigkeit im Interesse der gründlichen Information des Lesers geboten. Und die beiden nicht benannten Einrichtungen sind doch des Erwähnens wert, nicht wahr?
Dr. J. Wiese, KuglerstraßeMietobergrenzen-Studie
Um die Wirksamkeit der Mietobergrenzen, die in den Sanierungsgebieten von Prenzlauer Berg die Umlage frei finanzierter Modernisierungskosten auf die Miete beschränken, über einen längeren Zeitraum beobachten zu können, wurde 1999 durch den Sanierungsbeauftragten S.T.E.R.N. GmbH eine Langzeituntersuchung gestartet. Bislang wurden im Rahmen dieser Studie ca. 260 Haushalte erfasst und Angaben zum Mietverhältnis, zur Wohnung und zur Haushaltssituation erhoben. Ende Juni/Anfang Juli wird eine erneute Befragung in diesen Haushalten erfolgen, um die aktuellen Wohnkosten festzustellen. Außerdem wird die Studie um rund 80 Haushalte erweitert, deren Wohnungen im Jahr 2000 saniert wurden.
MitarbeiterInnen der "arbeitsgruppe gemeinwesenarbeit und stadtteilplanung" (argus) werden die BewohnerInnen der ausgewählten Haushalte interviewen. Wir bitten, die Untersuchung durch Ihre Mitarbeit zu unterstützen. Eventuelle Fragen können an die S.T.E.R.N. GmbH, Frau Schilf (Tel.: 4436 3630), oder an argus, Herr Maier (Tel.: 3479 3614), gerichtet werden.
S. Schilf,
S.T.E.R.N.Bau Weiter!
Das Kinder & Jugendmuseum Prenzlauer Berg eröffnete am 23. Mai 2001 in seiner aktuellen Ausstellungshalle in der Prenzlauer Allee 75 seine zweite Bauausstellung "BauWeiter!" Kinder ab sechs Jahren können erfahren, wie alte Wandbemalungen freigelegt werden, aus welchen Materialien zum Beispiel die Farbe Blau hergestellt werden kann oder wie Bauschilder gestaltet werden. "BauWeiter!" ist der zweite Teil einer Ausstellungstrilogie, die im vergangenen Jahr mit dem Projekt "BauMit!" begann und im Frühjahr mit BauFertig!" ihren Abschluss findet. Hintergrund für diese Exposition ist der Umbau der Eliaskirche in der Senefelderstraße 6 zu einem neuen Kinder & Jugendmuseum. Projektleiterin Karen Hoffmann möchte schon frühzeitig interessierte Kinder an diesem Vorhaben beteiligen. Bis zum 21. Juli 2001 ist das Museum mittwochs bis samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gruppen sind nach Voranmeldung (Tel.: 7477 8200) auch vormittags Besuche möglich.
Einspruch
Zu "Der Tag danach" und "Eine Behördenposse", VOR ORT 5/2001
Im Zusammenhang mit oben genannten Artikeln möchte ich feststellen, dass die meisten AnwohnerInnen des Jahn-Stadions, der Max-Schmeling-Halle und des Mauerparks nicht zur Klientel des Bürgervereins Gleimstraße gehören bzw. dessen oft absurden und kostspieligen Forderungen nicht unterstützen. Zum Beispiel dann nicht, wenn man an den Schaden von 100.000 DM denkt, der in der Walpurgisnacht im Mauerpark entstanden ist. In diesem Zusammenhang empfindet es wohl jeder als Zumutung, wenn man den Mauerpark für solche und ähnliche Krawallveranstaltungen auch noch vergrößern will. Vor Erteilung einer Veranstaltungsgenehmigung sollte man vielmehr nach dem Verursacherprinzip die Frage der Haftung eindeutig klären.
Was die öffentliche Finanzierung des Kinderbauernhofs betrifft, sollte besonders vor dem Hintergrund von BSE und MKS geprüft werden, ob dieser Standort mitten in der Stadt nicht auch Risiken in sich birgt! Müsste nicht überlegt werden, wie man die Mittel für solche Vorhaben sinnvoller einsetzen kann? Zum Beispiel für die Instandsetzung maroder Gehwege und Straßen oder für die längst überfällige Umsetzung des von der ehemaligen Baustadträtin Dubrau vorgelegten Konzepts für eine Parkraumbewirtschaftung rings um die Schmeling-Halle und das Jahn-Stadion.
H. Geisler,
Topsstraße