Nistplätze gesucht Gemeinsam rufen die Abteilung Gesundheit, Umwelt und Natur des Bezirksamts und der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) dazu auf, Nistplätze von Mauerseglern und Mehlschwalben an Gebäuden im Großbezirk zu melden. Durch die Erfassung der Brutstätten soll deren Zerstörung im Zuge von Sanierungsarbeiten verhindert werden. Der Mauersegler, gut zu erkennen an seinen langen, sichelförmigen Flügeln und den in der Gruppe ausgeführten Verfolgungsflügen, nistet in Hohlräumen, so zum Beispiel in offenen Dachvorsprüngen, Lücken im Mauerwerk und unter Dachziegeln. Mehlschwalben sind etwas kleiner, haben eine helle Unterseite und bauen ihr Nest aus Lehm. Die Brutplätze dieser Vögel sind ganzjährig geschützt. Wenn ihre Zerstörung unvermeidbar ist, muss vorab eine Genehmigung eingeholt und Ersatz für die verlorengegangenen Niststätten geschaffen werden. Bislang ist nur ein kleiner Teil der geschätzten 12.000 Brutplätze in Berlin bekannt. Wer Nistplätze von Mauerseglern und Mehlschwalben kennt, sollte dies dem BUND (Tel.: 7879 0027, Mo.-Do. 16-18 Uhr, sonst Anrufbeantworter) oder dem bezirklichen Amt für Umwelt und Natur (Tel.: 4240 4513) mitteilen. Rückfragen und Bauanleitungen für Nistkästen unter Tel.: 7879 0012, 8810 824 oder 4883 1638.
Anträge erbeten
Die 36köpfige Jury, die sich am 10. Mai im Quartiersmanagementgebiet Helmholtzplatz konstituiert hat und über die Verwendung des Quartiersfonds in Höhe von einer Million DM entscheiden soll, tritt am 5. Juli zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Bis dahin sollen möglichst viele Anträge auf Unterstützung von Projekten vorliegen, die im Sinne des Quartiersmanagements das nachbarschaftliche Miteinander im Kiez fördern und der Verbesserung des Wohnumfelds dienen. Weitere Infos: QM-Büro Senefelderstraße 6, Tel.: 7477 8221
Neue Behindertenschule
Nach zweijähriger Bauzeit ist am 1. Juni der Erweiterungsbau der Helene-Haeusler-Schule in der Mendelssohnstraße eingeweiht worden. Die in den 70er Jahren in Plattenbauweise errichtete Schule für Geistigbehinderte wird bis Sommer nächsten Jahres für 27 Millionen DM um- und ausgebaut. In dem jetzt im ersten Bauabschnitt für 18 Millionen DM errichteten Neubau sind u. a. Therapie- und Pflegeräume, Werkstätten und eine neue Turnhalle untergebracht. Zwei Aufzüge sowie mehrere Rampen ermöglichen den Zugang zu allen Bereichen. Der zweite Bauabschnitt, in dem das bestehende Gebäude umgebaut wird, soll in den Sommerferien beginnen.
Weiberwirtschaft
Anfang April führte die Hotelfachschule Berlin (HOFA) in Kooperation mit dem PRO Berlin Prenzlauer Berg e. V. unter den Besuchern von 26 Kneipen, Restaurants und Bars im Bereich Oderberger Straße/Kastanienallee und im Bötzow-viertel Umfragen durch, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Befragt wurden ca. 200 Personen. Danach kommen die Gaststättenbesucher mehrheitlich aus Prenzlauer Berg selbst (59 %) bzw. aus anderen Teilen Berlins (32 %). Nur 9 % sind Städtetouristen. Mit 57 % war der Frauenanteil bemerkenswert hoch. Stark vertreten ist mit 59 % auch die Altersgruppe zwischen 21 und 35 Jahren.
Im Gebiet Oderberger Straße/Kastanienallee im näheren Umfeld der Kulturbrauerei betrug der Frauenanteil 59 % und der Anteil der 21- bis 35-Jährigen 61 %. Höher waren hier auch die Anteile der Besucher von Kulturveranstaltungen (21 %) und der Touristen von außerhalb (13 %). Weitere Infos: Max E. Neumann, Tel.: 4430 8440 oder 0177/6717138 bzw. max.e.neumann@t-online.de.
Tage der Gesundheit
Unter dem Motto "Aktiv für die Gesundheit" finden vom 21. bis 23. Juni in den Schönhauser Allee Arcaden die diesjährigen Gesundheitstage der Abteilung Gesundheit, Umwelt und Natur des Bezirksamts statt. Etwa 20 Anbieter halten in diesen drei Tagen eine Vielzahl an Beratungsangeboten, Hinweisen und Testmöglichkeiten bereit und wollen so die Besucher ermutigen, über die eigene Gesundheitsvorsorge nachzudenken. Ein Bühnenprogramm im Untergeschoss wird die Veranstaltung die ganze Zeit über begleiten.
Zehn Jahre Sanierung
Eine Ausstellung zum Thema "Zehn Jahre Stadterneuerung in Prenzlauer Berg" wird am Donnerstag, dem 14. Juni, 11 Uhr in der Kulturbrauerei (Sammlung Industrielle Gestaltung, Knaackstraße 97) eröffnet. Sie ist bis 2. September jeweils Dienstag bis Sonntag von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Veranstalter sind die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Bezirksamt und die S.T.E.R.N. GmbH als Sanierungsbeauftragter des Landes Berlin in Prenzlauer Berg.