Junges Blut in alten Mauern Baubeginn für Jugendhaus Sonnenburger Straße
Stadtentwicklungssenator Peter Strieder hatte es sich nicht nehmen lassen, am 28. Mai beim Baubeginn für das Jugendhaus in der Sonnenburger Straße 69 dabei zu sein. Schließlich geht es da um ein wichtiges Projekt des Quartiersmanagements, das 1999 auf Strieders Initiative auch im Wohngebiet am Falkplatz mit dem Ziel eingeführt wurde, der Gefahr eines sozialen Absturzes mit dem Abbau von Defiziten in der sozialen Infrastruktur und der Mobilisierung möglichst vieler Bewohner frühzeitig entgegenzuwirken.
Im Falkplatzquartier fehlen vor allem Freizeiteinrichtungen für Jugendliche. Deshalb wird nun bis Jahresende in der Regie der S.T.E.R.N. GmbH und nach Plänen des Architekturbüros Borgelt+Jost ein seit 10 Jahren leer stehendes zweigeschossiges Nebengebäude des ehemaligen Abspannwerks "Humboldt" in der Sonnenburger Straße, das bis 1990 als Bewag-Telefonschaltzentrale diente, zu einer Jugendfreizeitstätte mit 200 m² Nutzfläche und einem geräumigen Außenareal umgestaltet. Aus dem Programm "Soziale Stadt" stellt der Senat dafür 950.000 DM zur Verfügung. In die Bauarbeiten sind über Berufsfortbildungs- und Ausbildungswerke auch Jugendliche einbezogen. Der Betreiber, der Jugendtreff DREI-ECK des Kulturvereins Prenzlauer Berg, will das Jugendhaus direkt neben der 11. Grundschule zu einem Veranstaltungszentrum mit vielfältigem Angebot machen, das zu bestimmten Gelegenheiten auch älteren Kiezbewohnern offenstehen soll (s. VOR ORT 5/2001). Die Finanzierung der laufenden Kosten des Projekts, mit dem nach Einschätzung des Bezirksstadtrats für Stadtentwicklung und Soziales, Dr. Andreas Bossmann, "eine soziale Schieflage beseitigt werden kann", soll aus dem Bezirkshaushalt erfolgen.
A. Molle