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Energietarife im Vergleich

01.03.2000

Personalien

Neuer Vertriebschef der Braunschweiger Versorgungs-AG und neuer Geschäftsführer bei den Elektrizitätswerke Wesertal

Am 1. März 2000 übernimmt Joachim Roth die Hauptabteilung Vertrieb der Braunschweiger Versorgungs-AG. Der 48-jährige Prokurist, der zuvor fünfzehn Jahre die Hauptabteilung Materialwirtschaft geleitet hat, wird damit Nachfolger von Henning Probst. Probst wird Geschäftsführer der Elektrizitätswerke Wesertal GmbH.
AW

29.02.2000

"Dornröschenkraftwerk" in Rheinfelden; NaturEnergie AG fordert Gleichbehandlung

Eine Gleichbehandlung der großen Wasserkraft in Zusammenhang mit dem am Freitag im Bundestag verabschiedeten Gesetz für Erneuerbare Energien (EEG) fordert die NaturEnergie AG, Grenzach-Wyhlen. Nach diesem Gesetz sollen neue Wasserkraftwerke nur bis zu einer Leistung von fünf Megawatt finanziell gefördert wer-den. Die Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG (KWR), Mutter der NaturEnergie AG, plant den Neubau eines Kraftwerks mit 100 Megawatt in Rheinfelden am Hochrhein. Damit ließe sich die dortige Stromproduktion von jetzt jährlich 200 Millionen Kilowattstunden verdreifachen. Die Investition beliefe sich auf 870 Millionen Mark. Das Großprojekt zur Nutzung regenerativer Energien kann jedoch ohne staatliche Hilfe nicht verwirklicht werden.

"Es ist widersinnig, neue große Wasserkraftwerke von der Förderung auszunehmen, die für Strom aus umweltfreundlichen Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser vorgesehen ist", so Dr. Kai-Hendrik Schlusche, Vorstand der NaturEnergie AG. "Der Neubau des Kraftwerks Neu-Rheinfelden würde unserer Umwelt im Vergleich zu Kohlestrom jährlich einen Ausstoß von 600.000 Tonnen Kohlendioxid ersparen", führt Schlusche aus.

Die Wasserkraft liefere schon heute mit über 90 Prozent den Löwenanteil des regenerativen Stromes und sei keineswegs eine billige Energiequelle, sofern es sich nicht um alte, abgeschriebene Anlagen handle. Um das Ziel einer Verdoppelung des Anteils regenerativer Energien am Gesamtstrommarkt bis zum Jahr 2010 zu erreichen, sei die Bundesregierung auf einen Ausbau auch und gerade der großen Wasserkraft angewiesen, ist sich Schlusche sicher.

"Unter fairen Voraussetzungen kann Rheinfelden als Hauptlieferant der NaturEnergie AG einer ökologischen Stromerzeugung zum Durchbruch verhelfen. Es würde gleich viel Ökostrom liefern wie 1.000 Windräder im Schwarzwald". Bisher wurden für die vorbereitenden Maßnahmen zum Bau des Kraftwerks Neu-Rheinfelden von KWR bereits knapp 100 Millionen Mark investiert.

Die NaturEnergie AG vertreibt zwei Strom-Marken: NaturEnergie Gold und NaturEnergie Silber. Es ist vorgesehen, 0,5 Pfennig pro verkaufter Kilowattstunde von NaturEnergie Silber in die weitere Realisierung des Projektes Rheinfelden zu investieren. Die staatlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung ist abgeschlossen, die Behörden haben grünes Licht für den Bau gegeben. Bei der NaturEnergie AG trägt das Projekt intern den Namen "Dornröschenkraftwerk". Es braucht nur noch wachgeküßt zu werden.

Ohne staatliche Förderung hat der Kraftwerksneubau in Rheinfelden, das größte Projekt in Deutschland zum Ausbau regenerativer Energien, kaum Aussicht auf Verwirklichung. Der dort erzeugte Strom kostet den Betreiber etwa 16 bis 18 Pfennige pro Kilowattstunde. Auf dem seit 1998 liberalisierten Strommarkt gibt es inzwischen Sonderangebote von weniger als 4 Pfennig je Kilowattstunde. Mit solchen Dumping-Angeboten kann Ökostrom aus Wasserkraft nicht konkurrieren.

Seit 1. Januar 2000 bietet die NaturEnergie AG ihren Ökostrom bundesweit an. Mit 142.000 Kunden der Marke NaturEnergie Silber ist das südbadische Unternehmen Marktführer bei den Anbietern regenerativer Energien in Deutschland.
CV

29.02.2000

Ehrgeizige Utopie

Mit einem gigantischen Projekt wollen die USA Erdwärme-Ressourcen im Westen des Kontinents nutzbar machen. Sie wollen auf diese Weise bis zum Jahr 2020 rund ein Zehntel des Strombedarfs aus diesen geothermischen Quellen decken.
AW

29.02.2000

Ökologische Steuerreform mit EG-Vertrag vereinbar

Die EU-Kommission hat die ökologische Steuerreform in Deutschland gebilligt, da sie mit dem EG-Vertrag vereinbar ist. Somit ist die von Deutschland geplante schrittweise Erhöhung der Stromsteuer und der Kraftstoffsteuer EU-rechtlich möglich.
AW

29.02.2000

Die Vergütungsregelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das am 25.02.2000 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht je eingespeister Kilowattstunde folgende Vergütungssätze vor:

Strom aus Windkraftanlagen: zwischen 12,1 Pfg und 17,8 Pfg.
Strom aus Fotovoltaik-Anlagen: mindestens 99 Pfg
Strom aus Wasserkraftwerken:mindestens 15 Pfg
Strom, erzeugt aus Erdwärme: zwischen 14 Pfg und 17,5 Pfg
Strom, erzeugt aus Biomasse: zwischen 17 Pfg und 20 Pfg

Was unter Biomasse im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu verstehen ist, soll in einer gesonderten Verordnung definiert werden.
AW

29.02.2000

Windenergie im Aufwind, technisch und überhaupt

Am 29.02.2000 wurde bei Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) die mit einer Leistung von 2,5 MW weltgrößte Serien-Windkraftanlage in Betrieb genommen.

Aus den vom Bundeswirtschaftsministerium verbreiteten Zahlen zur Entwicklung der Windbranche geht ein deutlicher Wachstum hervor. Die Inlands-Umsätze haben sich zwischen 1998 und 1999 auf 3,9 Mrd. DM nahezu verdoppelt. 1999 wurden in Deutschland insgesamt fast 1.700 Anlagen mit einer Leistung von rd. 1.600 MW betrieben. Im Jahr zuvor waren es nur etwa 1000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 780 MW.
CV

29.02.2000

Ball und Sonne sind rund

Auf dem Fußballstadion des Bundesligisten Arminia Bielefeld, auf der Bielefelder Alm, ist die größte Fotovoltaik-Anlage auf einem deutschen Fußballstadion errichtet worden. Sie umfaßt eine Kollektorfläche von 2500 Quadratmeter, das entspricht einer möglichen Stromproduktion von 85.000 Kilowattstunden.
CV

28. Februar 2000

Energie Baden-Württemberg AG und Elektrohandwerke vereinbaren partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gemeinsame Erklärung des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg und der EnBW unterzeichnet.

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg und die Energie Baden-Württemberg AG haben vor dem Hintergrund der Liberalisierung des Strommarktes eine gemeinsame Erklärung in Stuttgart unterzeichnet. Ziel dieser Erklärung sei es, angesichts der veränderten Rahmenbedingungen, auch künftig eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Elektrohandwerken und EnBW sicherzustellen.

Die EnBW und der FV EIT werden, so heißt es weiter, bei der Ausdehnung ihrer traditionellen Geschäfts- und Tätigkeitsfelder über das Kerngeschäft hinaus die Interessen des anderen Partners respektieren und angemessen berücksichtigen. Eine Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit beider Marktpartner soll somit sichergestellt werden.

Zur Förderung energiepolitisch sinnvoller Technologien, wie zum Beispiel der Einsatz von "Wärmepumpen" oder "Niedrig-Energiehaus-Technologie" werden sich die baden-württembergischen Elektrohandwerke und die EnBW gegenseitig bei der Markteinführung und bei der Marktdurchdringung unterstützen.
CV

28.02.2000

Strombörse Nord-Elbien

Seit mehreren Jahren widmet Diplom-Kaufmann Peter Sass seine Arbeit der Unterstützung kirchlicher Belange. Kürzlich stellte er eine neue Idee der Öffentlichkeit vor: Die Gründung der Strombörse Nord-Elbien. Hier haben kirchliche Einrichtungen und Kirchenmitglieder die Möglichkeit, ihren Strom günstig einzukaufen. Damit sollen sie nicht nur Stromkosten sparen können, sondern zugleich auch noch etwas karitatives leisten: Mit jeder verbrauchten Kilowattstunde führt die Strombörse rund einen Pfennig einem definierten Projekt zu.

Wenn nur 500 Stromkunden des Kirchenkreises Nord-Elbien zur Strombörse wechseln würden, wären übers Jahr etwa 10 000 Mark Spendenaufkommen zu erwarten. Unterstützt wird diese Initiative vom norddeutschen Stromanbieter "Hansestrom". Wer also an der Strombörse Nord-Elbien teilnimmt, wird seinen Stromliefervertrag mit "Hansestrom" abschließen. Der Initiator Peter Sass ist zuversichtlich, daß die "Strombörse Nord-Elbien" eine Idee ist, die bald viele Anhänger finden wird.
CV